Das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer in Bonn hält am 14. Juni 2024 seine 197. Versteigerung ab. Das umfangreiche Angebot mit fast 6.400 Losen bietet ein reichhaltiges Angebot durch alle Bereiche der Philatelie.
Aus den Altdeutschen Staaten findet sich ein vielfältiges und qualitativ hochkarätig besetztes Angebot, insbesondere der Landpostmarken von Baden, Bayern mit gleich mehreren „Schwarzen Einsern“ sowie einem Qualitätsangebot Hamburg. Spektakulär ist eine 4 Farben-Frankatur von Elsass-Lothringen mit jeweils zwei Werten MiNr. 1Ia, 2Ia und 5Id zusammen mit der 3Ia als 30 Centimes-Franko mit seltener Destination Irland. Der Beleg mit der in ihrer Darstellung einzigartigen Frankatur wird für 6.000.- offeriert. Das Angebot des Deutschen Reiches beinhaltet wiederum eine hochkarätige Offerte postfrischer Ausgaben ab den Brustschilden bis zum III. Reich. Darunter befindet sich mit einem ungebrauchten 15er-Block der 1/3 Groschen „Kleiner Brustschild“-Marke – in welchem 7 Werte gar postfrisch erhalten sind - ein museales Stück der Kaiserreichs-Philatelie. Jenes stellt die größte bekannte Einheit der MiNr. 2a dar. Für das Unikat aus der Sammlung Kosack werden Gebote ab 25.000.- Euro entgegen genommen. Unter den zahlreichen Seltenheiten der Kolonialphilatelie finden sich viele Lose aus einer seit mehr als 50 Jahren ruhenden Sammlung; eines der Spitzenstücke ist die 50 Pfg-Germania-Marke mit Handstempelaufdruck von China in tadelloser gestempelter Erhaltung. Das vielfach geprüfte und mit neuem Fotoattest Jäschke-Lantelme BPP versehene Stück wird mit 4.000.- ausgerufen. Zum gleichen Startpreis kommt eine Rarität der Deutschen Besetzung von Zara zur Auktion, die 7 C. Freimarke mit kopfstehendem Wasserzeichen. Von jener Abart sind nur 8 Werte bekannt geworden, davon 2 in gestempelter Erhaltung. Das angebotene Stück in tadelloser Qualität trägt sogar eine Entwertung vom Ersttag.
Aus der Auflösung einer ambitionierten Sammlung der Deutschen Lokalausgaben nach 1945 können wir eine umfassende Offerte mit fast 600 Losen anbieten. Aber auch die übrigen Nachkriegsgebiete sind wiederum gut besetzt, zu den Highlights zählen ein Briefstück mit der 4 Fr. und der 5 Fr. aus dem „Urdrucksatz“, letztere zählt zu den seltensten Ausgaben der Neusaar-Philatelie. Für das tadellos erhaltene Los werden 3.500.- aufgerufen. Eine Legende der Bund-Philatelie stellt der Verkehrsausstellungsblock auf Büttenpapier dar und dürfte auch in den umfangreichsten Sammlungen noch fehlen. Für dieses Los werden Gebote ab 4.000.- entgegengenommen. Für die Sammler nichtdeutscher Gebiete beinhaltet der Katalog diesmal einen interessanten Teil Dokumente, Briefe und Ganzsachen aus der Italien-Philatelie beginnend ab dem 14. Jahrhundert sowie ein schönes Angebot Österreich mit interessanten Losen bis hin zur unverausgabten 1 Pfennig Hitler-Marke der „I. Wiener Aushilfsausgabe“. Markant an jenen Werten ist der stets kopfstehende Aufdruck. Die kaum einmal angebotene Österreich-Rarität in tadelloser postfrischer Erhaltung wird mit 6.000.- ausgerufen.
Unser bestes Sammlungsangebot des bisherigen Auktionsjahres eröffnet wieder zahlreiche Gelegenheiten für Sammler und Wiederverkäufer. Nahezu alle der fast 900 Lose stammen aus Sammlerhand: Von Nachlässen ohne jegliche Entnahmen über zahlreiche gut besetzte Ländersammlungen wie u.a. einer umfangreichen Spezialsammlung Hannover in fünf Alben zum Ausruf von 12.000.- bis hin zu einer nach Einzelgebieten detaillierten hochwertigen Sammlung Deutsche Kolonien und Schiffspost mit vielen Briefen.
Kurzbedingungen
Die zu versteigernden Lose werden differenzbesteuert verkauft. Liefern wir die Ware innerhalb der Europäischen Union aus, bezahlt der Käufer ein Aufgeld von 25 % vom Zuschlagpreis, weiterhin je Los eine Losgebühr von 3,– EUR (beides einschließlich gesetzlicher Mehrwertsteuer) sowie Versandkosten und Versicherung. Liefern wir die Ware in ein Land außerhalb der Europäischen Union, bezahlt der Käufer ein Aufgeld von 21 % vom Zuschlagpreis, weiterhin je Los eine Losgebühr von 3,– EUR sowie Versandkosten und Versicherung. Führt der Käufer die Ware in ein Land außerhalb der EU aus, kann die Mehrwertsteuer evtl. erstattet werden. Für Goldmünzen, die umsatzsteuerbefreit sind, zahlt der Käufer ein Aufgeld von 21 % vom Zuschlagpreis, weiterhin je Los eine Losgebühr von 3,– EUR sowie Versandkosten und Versicherung. Da wir differenzbesteuert verkaufen, kann die Mehrwertsteuer nicht ausgewiesen werden.
Geschäftsbedingungen für diese Auktion
Los von |
Los bis |
Anfangszeit |
Beschreibung |
Freitag 14.06.2024
|
1 |
3363 |
10:00
CEST
|
Einzellose: Baden - Deutsche Besetzung im II. Weltkrieg |
3364 |
5493 |
13:30
CEST
|
Einzellose: Deutschland nach 1945 - Übersee |
5494 |
6369 |
15:30
CEST
|
Sammellose LIVE! |